Kinderbetreuung in der DDR
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Die Berliner Zeitung hat eine sehr langen Artikel zur Kinderbetreuung in der DDR publiziert, den ich zum Lesen empfehle:

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/ddr-krippentrauma-und-widerstand-gegen-forschung-neue-forschung-widerlegt-klischees-li.2310924

Allein der kritische Umgang mit den Studienergebnissen zeigt, dass da wohl etwas dran sein muss. Das bei einigen Westdeutschen sehr undifferenziert ausgeprägte Bild von den „Ossis“ ist offensichtlich auch in diesem Zusammenhang ein Problem.

Was man nicht vergessen sollte, ist, dass die Kindergärten und Schulen Teil der Erziehungsarbeit zur „sozialistischen Persönlichkeit“ waren.

Unabhängig davon stand aber gerade im Kindergarten die sinnvolle Beschäftigung der Kinder im Vordergrund. Im Gegensatz zu heute wurden die Kinder angeleitet, es gab wechselnde Beschäftigungen, bei denen alle mitmachen mussten. Alle Kinder haben immer gleichzeitig gemalt oder gebaut oder waren ebenfalls gruppenweise draußen, um gemeinsam zu spielen. Aber auch das wurde angeleitet, indem die Kindergärtnerinnen mit den Kindern Spiele – „Es geht ein Bi-Ba-Butzemann“ usw. – machten, niemand wurde sich selbst überlassen. So konnten sich die Psyche der Kinder normal entwickeln, keine Überforderung, aber dennoch kindgerechter Umgang.

Es gab feste Zeiten, zu denen alle Kinder gemeinsam gegessen haben, mittags gab es eine verbindliche Mittagsruhe. Dazu wurden extra Liegen im Gruppenraum aufgestellt. Kinderbetreuung in der DDR war wohl doch nicht so schlecht, wie viele annehmen.

Manche finden das befremdlich, aber wie befremdlich ist es im Gegensatz dazu, Kinder heute wie kleine Erwachsenen zu behandeln und sie damit hoffnungslos zu überfordern. Aber das nur am Rande…

Aber vielleicht wollen die Kritiker dieser o. g. Studie die Mär vom „geschädigten Ossi“ nicht zuletzt deshalb aufrecht erhalten, weil sich damit bspw. Wahlergebnisse so gut erklären lassen.

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Von sp

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